Die Behandlungsprinzipien der Ortho-Bionomy
Wir sprechen von einer ortho-bionomischen Therapie, wenn sie die Behandlungsprinzipien der Ortho-Bionomy befolgt. Das zentrale Prinzip lässt sich wie folgt formulieren: Ortho-Bionomy-Practitioner arbeiten nicht am Menschen, sondern mit ihm.

Dabei arbeiten Behandler/Practitioner immer in die für den Patienten freie Richtung. Der Körper des Patienten leitet den Behandler/Practitioner und dieser betont dann durch gezielte und sanfte Bewegungen Haltungs- und Bewegungsmuster der Patienten.
Dabei darf kein Griff, keine Lagerung und keine Bewegung Unbehagen oder gar Schmerzen auslösen. Behandler/Practitioner müssen immer die angenehmste Lage und Bewegung für den Patienten suchen.
Ferner verfolgen Behandler/Practitioner aufmerksam die Reaktionen des Patienten — denn die Wahrnehmungen und Rückmeldungen des Patienten müssen unbedingt respektiert werden.
Behandler/Practitioner achten darauf, dass es ihnen selbst bei der Behandlung gut geht, denn nur dann kann sich der Patient in die Behandlung hinein entspannen.
Wichtig ist ferner, dass sich der Therapieablauf an der gezielten Unterstützung der Selbstkorrekturmechanismen orientiert. Der pathologische Befund stellt zwar den Ausgangspunkt der Behandlung dar, ist aber nicht der Zustand, der sozusagen „unabhängig“ von den Reaktionen des Körpers korrigiert werden soll. So gesehen wird die Ortho-Bionomy als „absichtslos handelnd“ bezeichnet. Für den Verlauf der Behandlung ist immer der aktuelle Befund — der sich ständig während der Behandlung neu ergibt — von Wichtigkeit.
Unter diesen Voraussetzungen wird die Ortho-Bionomy vom Patienten als sehr wohltuendes und entspannendes Therapieverfahren erlebt.
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